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Zielstellung Technologieführerschaft

Elmar Raiser strebt die Technologieführerschaft bei der Reibschweißtechnik an. Die Klaus Raiser GmbH stiftet einen Innovationspreis und plant neue Dienstleistungen zur weiteren Ausprägung ihrer Alleinstellungsmerkmale.

„Das Reibschweißverfahren macht uns unverwechselbar", sagt Elmar Raiser, Geschäftsführer der 1969 von seinem Vater gegründeten Klaus Raiser GmbH in Eberdingen. Das Reibschweißen ist von Anfang an fester Bestandteil der Angebotspalette des Technologie-Unternehmens und macht heute ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Der größte Vorteil dieses Verfahrens besteht in ausgezeichneten Schweißverbindungen sehr unterschiedlicher Werkstoffe wie beispielsweise verschiedener Stähle oder Aluminium mit Keramik. So werden heute moderne reibgeschweißte Hüftgelenkprothesen in der Medizintechnik eingesetzt. Darüber hinaus senkt das Reibschweißen die Material-und Fertigungskosten und eröffnet den Anwendern neue gestalterische Freiheiten beispielsweise im Getriebebau.

Mit fünf Reibschweißanlagen und bis 125 Tonnen Stauchkraft gehört der Eberdinger Handwerksbetrieb zu den größten Lohnreibschweißunternehmen in Deutschland. Raiser geht als moderner Dienstleister aber längst weit über die eigentliche Lohnfertigung hinaus. Das Unternehmen stellt für seine Kunden einbaufertige Komponenten her und bietet die Vor- und Nachbearbeitung komplett aus einer Hand. Zweites Standbein des Unternehmens ist die Herstellung von Maschinenbauteilen aus Schweißkonstruktionen – von der Zeichnung bis zum Produkt auch hier alles aus einer Hand. Bis zu einem maximalen Stückgewicht von 20 Tonnen werden Schweißkonstruktionen als Einzelteile oder Kleinserien nach kundenspezifischen Anforderungen gefertigt.

Die Kunden der Klaus Raiser GmbH kommen vor allem aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Auch Automobilbauer und Handwerksschlossereien gehören zum Kundenstamm. „In den vergangenen fünf Jahren", so Elmar Raiser, „haben wir eine stürmische Entwicklung genommen, sind allerdings von der Krise nicht unberührt geblieben." So verdoppelte sich beispielsweise der Umsatz allein von 2006 bis 2008 von 3,2 auf 6,3 Millionen Euro. 2009 dann setzte das Unternehmen wieder 3,2 Millionen Euro um. Für 2010 stünden die Zeichen inzwischen gut, so der Firmenchef.

„Unsere Belegschaft von 40 Mitarbeitern haben wir trotz Krise gehalten und in den vergangenen zehn Jahren sogar verdoppeln können." Für Elmar Raiser stellt sein Team die wichtigste unternehmerische Ressource dar. Die umfangreichen Erfahrungen und das einmalige Know-how auf dem Gebiet der Reibschweißtechnik sind u.a. die Basis für die Mitarbeit des Unternehmens in nationalen und internationalen Fachgremien und Forschungsprojekten. Damit wird gewährleistet, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Fertigung einfließen können. Dieses technologische Know-how und die Erfahrung aus Millionen von Reibschweißverbindungen stellt die Klaus Raiser GmbH ihren Kunden zur Verfügung.

Für Elmar Raiser aber ist das nicht genug. Die Technologieführerschaft und damit die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des Betriebes ist sein Ziel. „Ich habe jetzt einen Innovationspreis gestiftet", erklärt er, „der alle zwei Jahre auf der regelmäßigen Expertentagung zum Thema Reibschweißen von einer unabhängigen Jury an herausragende Nachwuchstalente verliehen wird." Die erste Preisverleihung findet im März 2011 in München statt. Der Unternehmer will mit seiner Idee zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen versichert er sich durch die Beschäftigung mit den preisträchtigen Ideen der aktuellen Entwicklungen und der neuesten Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Gleichzeitig erwartet er eine starke Resonanz in der Öffentlichkeit auf den neuen Preis und damit einen größeren Bekanntheitsgrad.

Gerade in den Zeiten der Krise hatte Elmar Raiser erkannt, dass es nicht einfach genügt, seinen Kunden Jahr um Jahr zuverlässig hohe und höchste Qualität zu liefern. „Auf einmal stelle ich fest, dass wir im Bereich Vertrieb und Marketing große Lücken haben, die im Interesse einer erfolgreichen Entwicklung unseres Unternehmens unbedingt mit Hilfe neuer, unverwechselbarer Dienstleistungen geschlossen werden müssen." Diese Erkenntnis ist nicht neu. Neu dagegen ist seine kontinuierliche und systematische Beschäftigung mit diesem Problem im Zusammenhang mit der Transferinitiative „Erfolg mit neuen Dienstleistungen", an der er sich als Pilotbetrieb aktiv beteiligt.

dienstleistung-bwEinfache, aber sehr wirkungsvolle Instrumente und Methoden zur systematischen Dienstleistungsentwicklung setzt Elmar Raiser inzwischen häufiger ein. „Ein Aktivitätenfilter beispielsweise fasst elegant und einfach die ohnehin ablaufende logische Kette von Entwicklungsschritten zusammen und ist mir deshalb nicht fremd", erklärt er seine Erfahrungen bei der Arbeit mit dieser Methode. „Gerade deshalb ist es sehr leicht, auch ohne Hilfe von Unternehmensberatern so zu arbeiten. Dazu kommt dann aber noch, dass die Beschäftigung mit dem Aktivitätenfilter hilft, seine eigenen Abläufe systematisch zu durchdenken und sich vor allem nicht durch tagesaktuelle Fragen ablenken zu lassen." Der Firmenchef beschäftigte sich inzwischen ausführlich mit der Frage, welche Tätigkeiten rund um die Entwicklung und Herstellung seiner Produkte in Form von Dienstleistungen einen zusätzlichen Kundennutzen erbringen könnten.

Unmittelbares Ergebnis der systematischen Beschäftigung mit neuen Dienstleistungen ist Elmar Raisers Vorhaben, ein Prüflabor einzurichten, das jedoch nicht als Betriebslabor firmieren wird, sondern ein unabhängiges Kontrollgremium bilden soll. Diese Tatsache habe zwei Vorteile, so der Unternehmer. Als unabhängiges Institut stehe es für Seriosität und gestatte außerdem die Weitergabe der zusätzlich entstehenden Kosten an die Kunden. „Ein Labor unter meinem eigenen Dach mit zusätzlichen Kosten", sagt er, „könnte ich meinen Kunden überhaupt nicht vermitteln." So wird aus der Notwendigkeit, das eigene Arbeitsergebnis so oder so prüfen zu müssen, die Tugend einer zusätzlichen Dienstleistung, die der Kunde ohnehin erwartet und in der gewählten Form auch bezahlen wird. Gleichzeitig kann Elmar Raiser ein in seinem Unternehmen neu entwickeltes Verfahren – das Reibreinschweißen (friction stir welding) – den Kunden gegenüber bekannter machen und gleichzeitig mit einem entsprechenden neutralen Prüfsiegel für die Anwendungsmöglichkeiten des neuen Verfahrens als zusätzliches Angebot werben.

Elmar Raiser (Mitte) nutzt einen Workshop der Transferinitiative "Erfolg mit neuen Dienstleistungen", um Erfahrungen mit anderen Unternehmern auszutauschen.

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